Ein Nest ist ein wahres Wunderwerk. Gebaut aus natürlichen Materialien wie Ästen, Zweigen, Blättern, Moos und Ranken bietet es den Vögeln Stabilität und ein gemütliches Zuhause. Außer ihren Schnäbeln benutzen sie in der Regel kein Werkzeug. Können auch Menschen ein solches Nest bauen? Dieser Frage wollte ich im Rahmen eines Kunstprojekts nachgehen. In dem Münchner Umweltverein Green City e. V. habe ich einen inspirierenden Kooperationspartner gefunden. Nun ist es bald soweit: Auf dem Giesinger Ella-Lingens-Platz werden wir ab dem 17. April 2026 zusammen mit einer 7. Klasse der nahegelegenen Fromundschule ein Nest für Menschen bauen. Ein Riesendankeschön schicke ich an den Baumbua, der uns dabei mit Beschnitt versorgt.

Warum gerade Vögel als Vorbild? „Beobachte die Vögel“ hat schon Jesus gesagt. „Sie produzieren keinen Müll, sie verbreiten die Samen von Pflanzen und spielen eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht.“ Und sie sind großartige Nesterbauingenieure.

Warum gerade Ella-Lingens-Platz? Dieser Platz liegt bei mir um Eck und wurde auf dem ehemaligen Agfagelände mitsamt einer „gehobenen“ Wohnsiedlung hochgezogen. Es ist ein großer verkehrsarmer Platz, der das Zeug zu einem echten Vierteltreffpunkt hätte. Stattdessen empfinden ihn die Nachbarn als abweisend und in der letzten Bürger*innenversammlung Obergiesing wurde er sogar als „Hitzeinsel“ bezeichnet. Bereits 2019 habe ich das Riesennest für diesen Ort entworfen, doch dann kam Corona und dann fand dort ein regelmäßiger Wochenmarkt statt, der aber wieder eingestellt wurde.

Im Rahmen eines Symposiums zum Thema Biodiversität im ÖBZ (Ökologisches Bildungszentrum) habe ich mit den Teilnehmenden eines Workshops im November 2025 schon mal geübt. Von da sind die tollen Fotos. Und ja, es hat Spaß gemacht!

Green City e.V.
Städtische Mittelschule an der Fromundstraße
Baumbua Baumpflege
ÖBZ
Ella-Lingens-Platz

Abschluss eines inspirienden Symposiums
Endlich chillen …
Selbstversuch
Schneebedeckt © Steffi Kehr